Alle Artikel mit dem Schlagwort: Tod

Der Mensch

Der Mensch Matthias Claudius 1783 Empfangen und genähret Vom Weibe wunderbar, Kömmt er und sieht und höret Und nimmt des Trugs nicht wahr; Gelüstet und begehret, Und bringt sein Tränlein dar; Verachtet und verehret, Hat Freude und Gefahr; Glaubt, zweifelt, wähnt und lehret, Hält nichts und alles wahr; Erbauet und zerstöret, Und quält sich immerdar; Schläft, wachet, wächst und zehret; Trägt braun und graues Haar etc. Und alles dieses währet, Wenn’s hoch kommt, achtzig Jahr. Dann legt er sich zu seinen Vätern nieder, Und er kömmt nimmer wieder.

Tod und Sterben

“Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.” Über Tod und Sterben Wir alle müssen mit dem Tod leben. So paradox es klingen mag, Leben und Tod bedingen sich gegenseitig. Es gibt kein Leben ohne Tod, und keinen Tod ohne Leben. Wir kennen diesen Zusammenhang, der Wechsel der Jahreszeiten lebt ihn uns vor, aber darin einzuwilligen ist etwas ganz anderes. Der Tod nimmt uns die Menschen, die wir am liebsten haben, und mit ihnen verlieren wir einen kostbaren Teil unseres Lebens. Wir sterben mit und wissen, dass es von an nie mehr so sein wird, wie es einmal war. Wir spüren unsere Vergänglichkeit und darin auch die Sinnlosigkeit allen menschlichen Tuns. Es ist kaum mehr als „Haschen nach Wind“, wie einmal der Prediger Salomo in der Bibel geschrieben hat. Der Tod eines Menschen, der uns verbunden war, kann unser ganzes Leben ins Wanken bringen. Auf einen Schlag ändert sich plötzlich alles und wir müssen wieder ganz von vorne anfangen. Dazu …

Trauerarbeit am Karfreitag

Heute wird wieder die Geschichte von der Kreuzigung Jesu erzählt. Wir erfahren, wie das war, als Jesus sein Kreuz auf sich nehmen musste, und dann starb. Es war schrecklich. Nicht nur ein Tod, sondern sogar eine Hinrichtung, und wenn man so will eine Art Mord. Wir fragen uns sicher, wie es dazu kommen konnte, und versuchen die Gründe dafür zu finden. Ich nehme an, die Menschen damals, die Jünger Jesu aber auch all die anderen, denen Jesus begegnet war, machten sich Gedanken und legten sich zurecht, was passiert war, und wie es soweit kommen konnte. Das ist ja immer so, wenn ein Mensch stirbt, dann fragen wir uns, warum das geschieht, und ob es nicht schon vorher irgendwelche Anzeichen dafür gegeben hat, die wir einfach ignoriert haben. Manchmal entdecken wir dann im Nachhinein irgendwelche Zeichen, die auf eine Krankheit hinweisen, oder Worte, die wir erst zu spät verstehen konnten. So ähnlich ist es auch mit der Geschichte von der Kreuzigung Jesu. Erst im Nachhinein haben die Menschen sie verarbeiten können. Sie haben versucht den Tod …